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Schwäbisches Tagblatt – Steinlachbote Mössingen

SteinlachboteGEAAmtsblattSüdwestpresse 2017-10-24

Steinlachbote Mössingen 24.10.2017

GEA 2017-10-24

Reutlinger Generalanzeiger 24.10.2017

       Schwäbisches Tagblatt 2017-03-20

 

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Steinlachbote 14.11.2016

Tagblatt

SB 10.05.2016_Bildgröße ändern

Steinlachbote und Reutlinger Generalanzeiger am 10.05.2016

GEA 10.05.2016_Bildgröße ändern

SB 07.05.2016_Bildgröße ändern Steinlachbote 06.05.2016

im Reutlinger GeneralanzeigerGEA_Bildgröße ändern

Artikel im Steinlachboten 14.03.2016_Gelungener Abend mit der Chorgemeinschaft

Die Mössinger Chorgemeinschaft begeistert mit Stücken aus Filmen

Viel Publikum beim Konzert der Chorgemeinschaft am Samstag in der Aula des Quenstedt-Gymnasiums: Zahlreiche Zuhörer mussten stehen, weil kein Stuhl mehr frei war.

  • von Claudia Jochen

Mössingen.Zum Titel „Conquest of Paradise“ kommt der 50-köpfige Chor langsam schreitend und summend auf die Bühne, die Band Maja begleitet instrumental. Erhaben und mit stolzgeschwellter Brust schmettern die Sängerinnen und Sänger dann den Text. Das Publikum applaudiert sehr lange.

„Wir konnten die Männer gerade noch daran hindern, im Bademantel einzumarschieren“, scherzt die Vorsitzende der Chorgemeinschaft Maria Funk in Anspielung auf den Boxer Henry Maske, der das Lied für seinen Einmarsch in den Ring nutzte. „Ich bin überwältig, ich hätte nie gedacht, dass es so voll wird“, sagt Funk gleich zu Beginn und begrüßt besonders die neuen Mössinger Mitbürger, die den Weg in die Aula des Quenstedt-Gymnasiums gefunden haben. Ganze dreieinhalb Stunden unterhalten die Konzert-Organisatoren die teils weitgereisten Fans aus Tuttlingen, Karlsruhe oder Stuttgart: Mit gekonnten Tanzeinlagen von Simone Kopp und Zlatko Mandic, groovigen Beats der Bigband der Jugendmusikschule Steinlach (JMS), herzerwärmenden Liedern des Kinder-Popchors, leckeren Häppchen in der Pause und sogar passend zum Thema „Musical- und Filmmusik“ mit frischem Popcorn des Viertklässlers Sven Herbstlaub.

Bis ins allerletzte Detail ist der Abend durchgeplant: Der Chor swingt mit der 4-Mann-Band Maja (Leitung und Piano: Jörg Sommer) voller Enthusiasmus und bringt einen Hit nach dem anderen. Auch die Solisten bekommen begeisterten Applaus und teilweise sogar Jubelrufe. Beim Dirty-Dancing-Hit „Time of my life“ bedanken sich die drei glitzernden Grazien bei der Zeile „I owe it all to you“ („Das verdanke ich dir“) mit einer Geste ins Mössinger Publikum. Cordula Funk ist die ungekrönte Königin unter den Solistinnen des Abends, ganz professionell ist sowohl ihre Gestik als auch ihr tadelloser Gesang. Die Ausdauer und der Probenaufwand der Chorgemeinschaft zahlen sich am heutigen Abend aus: Fehlerfrei und sogar mit choreografisch perfekten Einlagen bietet der Chor auch etwas für diejenigen, die nicht genussvoll die Augen schließen.

Eine ganze Palette an James-Bond-Hits erwartet das Publikum nach der Pause, Höhepunkt ist jedoch der Titel der Sängerin Adele aus dem Bond-Film von 2012 „Skyfall“. Hier wird es richtig spannend, da der Dirigent der Bigband, Steffen Hollenweger Blickkontakt mit dem Chor-Dirigenten Christoph Zolg halten muss. Aber auch das wird bravourös und fehlerfrei gemeistert, das Publikum zollt allen Musikern langanhaltenden akklamatorischen Respekt.

Bemerkenswert sind die präzise gesetzten Schlüsse bei allen Liedern. Ein besonderes Lob gebührt auch den beiden Bands: „Bei der Jugend ist noch richtig Druck und Groove dahinter“, freut sich ein älterer Herr am Ende des Konzerts. Die Chorgemeinschaft verlässt strahlend zu den Klängen von „Mission Impossible“, gespielt von der Bigband, den Raum. Mission erfüllt: Mössingen freut sich über so einen tollen Chor!

Amtsblatt 2016-03-17_Bildgröße ändernim Amtsblatt Mössingen

Hier der Bericht im Reutlinger Generalanzeiger vom 05.03.2015

GEA 05.03.15 kl

 

Hier der Bericht im Schwäbischen Tagblatt – Steinlachboten – vom 02.03.15

Steinlachboten 02.03.15kl

Konzert mit 13 Chören – Bezirkssängertreffen des Bezirks Steinlach-Härten-Wiesaz des Chorverbands Ludwig Uhland am Samstag, 27.09., 19 Uhr

Es war eine organisatorische Herausforderung, 13 Chöre mit 350 Sänger/innen auf die Bühne zu bringen, doch das Projekt ist gelungen. Am Samstagabend strömten zusätzlich ca. 200 festlich gekleidete Menschen ins Quenstedt-Gymnasium.

Waldemar Koitsch als stellvertretender Vorsitzender des Bezirks begrüßte die Gäste. Oberbürgermeister Bulander eröffnete den Abend mit einem Zitat von Georg Philipp Telemann: „Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen“. Er hob hervor, dass die sängerischen Aktivitäten ein wichtiger Beitrag im bürgerlichen Leben seien.

Jeder Stuhl war besetzt, als um 19h das Konzert von der Gesangverein Harmonie Gomaringen unter der Leitung von Gerald Pommranz am Klavier eröffnet wurde. Mit einem Potpourri aus Johannes Strauss‘ Operette „Die Fledermaus“ brachte der Chor, verstärkt durch den Jugendchor, Schwung auf die Bühne.

Der junge Chor “Vocal Freestyle” begeisterte mit guten Stimmen, pfiffigem Outfit und perfekter vielseitiger Choreographie.

Der Liederkranz Talheim unter der Leitung von Professor Dr. Wilfried Fischer überzeugte mit Solistin Holzäpfel mit bekannten Gershwin-Melodien.

Nun kam mit dem Liederkranz Belsen ein reiner Männerchor an die Reihe.  Chorleiter Wolfgang Hartter hatte drei deutsche Titel ausgesucht: „Alle Tage ist kein Sonntag“, „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ und „Weit, weit weg“. Die Vorsitzende der Chorgemeinschaft,  Maria Funk, schwärmte als Moderatorin von dem reinen Klang dieses Vortrages.

Der Bürgergesangverein Ofterdingen unter der Leitung von Inna Wecker-Jung trug deutsche Lieder vor: „Lieder sind Freunde“ und ein neu gesetzter Volksliedsatz „Horch was kommt von draussen rein“. `s Chörle folgte später mit „Can you feel the love tonight“ und „Chattanooga choochoo“. Beide Vorträge kamen beim Publikum gut an.

Der Liederkranz Öschingen mit Chorleiter Rainer Klett sang als Männerchor „Heute ist mein Herz voll Musik“ und „Die Welt ist voller Wunder“, und mit dem gemischten Chor „SchdemmMix“ und effektvoll pointierter Mouth-Percussion den bekannten Song „Lollipopp“.

Traditionelles Liedgut vom Gesangverein Gönningen unter Leitung von Ingrid Tröster kam sehr gut an: „Ein jeder Tag“ und „Zauber der Nacht“.

Der Liederkranz Nehren mit Chorleiter Oliver Simmendinger brachte bekannte Melodien wie „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, „Küss mich, halt mich“ und „Sailing“ zum Vortrag.

Der Liederkranz Jettenburg mit Chorleiter Günter Sopper trat zuerst mit dem Männerchor „Männerakkorde“ und „Über sieben Brücken“ und „Schön ist die Welt“ auf. „Anything Goes“ ist bekannt für ausgefeilte Choreographien. Entsprechend begeisterten sie mit „König der Löwen“ das Publikum.

Als Gastgeber kam die Chorgemeinschaft Mössingen mit Chorleiter Christoph Zolg zum Schluss mit „Heal the world und „Don’t stop“. Zum ersten Mal kam der anspruchsvolle Chorsatz des modernen deutschen Schlagers von Anette Humpe „So soll es sein“ zur Aufführung. Chorleiter, Chor und Publikum feierten gemeinsam. Als Überraschung trat das Männerquarett auf mit „Männer mag man eben“. Die gelungene Darbietung mit einer gekonnten Choreographie wurde heftig beklatscht.

Da bisher die Bezirkssängertreffen im kirchlichen Rahmen stattgefunden hatten, wollten die Vereine dieses Jahr einen Querschnitt weltlicher Literatur zeigen. Dies ist in vollem Maße gelungen.

Bei der Überlegung, welcher Organisation die Spenden zukommen sollten, kam man schnell auf die Einrichtung der ARCHE Kusterdingen, die dauerbeatmete Kinder betreut. Maria Funk, die vor Ort war, berichtete über die Arbeit dieser Organisation. Entsprechend großzügig war die Spendenbereitschaft.

Die Organisatoren der Chorgemeinschaft, Maria Funk und Klara Dittrich-Rommel, waren sehr froh, dass die Veranstaltung so reibungslos ablief. Die Dekoration war unter der Leitung von Käthe Wilhelm und ihrem Team ganz auf Herbst abgestimmt und gefiel sehr gut. Ein herzlicher Dank an alle, die für die Bewirtung und Auf- und Abbau zuständig waren.

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GEA 29.09.14

Pressebericht GEAkl    Schwäbisches Tagblatt kl

Konzert der Chorgemeinschaft Mössingen „Made in Germany – alles auf Deutsch-  in der ausverkauften Quenstedt-Aula

 

Piano, Bass und Schlagzeug lassen ein paar Takte anklingen. Vorhang auf –  und der Funke springt sofort auf die ausverkaufte Quenstedt-Aula über. Mit Joy Flemings  „Ein Lied kann eine Brücke sein“ eröffnet die Chorgemeinschaft ihr Jahreskonzert, und schnell belohnt rhythmisches Klatschen die lebhafte Präsenz der 52 Sängerinnen und Sänger. .Begleitet von der Band MAYA schlagen sie eine Brücke zwischen Musik und Zuhörern, zwischen Klassik und Moderne – alles auf Deutsch. (GEA 01.04.14)

Auf Gassenhauer wie „Tage wie diese“ von den Toten Hosen und „Über sieben Brücken“ von Peter Maffey folgten romantische Frühlingslieder. Die jüngste Solistin, Maike Schwarz, (14), sang „Komm lieber Mai und mache“ von Mozart. Sie interpretierte das Lied sehr eindrucksvoll. IMG_6101_Bildgröße ändern

Danach trat der gemischter Chor in schwarz/weißer Kleidung auf mit Melodien von Johannes Brahms. Gesamtchor sw kl

„Wach auf meins Herzens Schöne“, „Des Abends kann ich nicht schlafen gehen“ und „Erlaube mir feins Mädchen“. Chorleiter Christoph Zolg erreichte mit seinem genauen Dirigat feine Nuancen.

Judith Ulmer kündigte in ihrer Moderation die nächste junge Solistin an:  Tamara Zolg mit ihrem gut ausgebildeten Sopran. Sie sang „Halt mich“ von Philipp Poisel. Das Publikum war begeistert. IMG_6145_Bildgröße ändern

Der gemischte Chor hatte nun auf türkise Schals umgestellt für die Chorsätze „Solange Träume noch leben kann“ (Münchner Freiheit) und „Aber bitte mit Sahne“ (Udo Jürgens). Hans Rommel erntete mit seinen „oh yeah“-Einwürfen viele Lacher.

Vor der Pause trat die dritte Solistin, Cordula Funk, im raffiniert geschnittenen roten Abendkleid auf mit „Meckie Messer“ (Dreigroschenoper). Ihre Performance war beeindruckend. IMG_6208_Bildgröße ändern

Für  die Pause wurden zum ersten Mal Bons für Bewirtung im Voraus verkauft, dadurch kamen die Gäste schneller zu ihren Cocktails oder Feinschmecker-Baguettes. Es war eine Freude, wer alles gekommen war: Ehrensänger, Ehrendirigent Gunter Koch, Chorleiter von befreundeten Chören, Vereinsvorsitzende und musikinteressierte Mitglieder, und viele Freunde der Chorgemeinschaft.

Nach der Pause ging es weiter mit dem kleinen Chor SURPRISE. Elf Sängerinnen und Sänger trugen „Wir machen Musik“ gekonnt vor. IMG_6242_Bildgröße ändern

Und gleich wurde wieder zur Klassik gewechselt – Rainer Spitzbarth moderierte gekonnt den Übergang. Tamara Zolg trug das bezaubernde „Veilchen“-Lied von Mozart sehr eindrucksvoll vor.

Der gemischte Chor blieb bei Mozart mit dem Liedchen „Zwei allerliebste Äugelein“, gefolgt von „Entflieh mit mir“ von Mendelssohn-Bartholdy. Chorleiter Christoph Zolg blieb beim gleichen Komponisten, setzte sich selbst an den Flügel und spielte solistisch perfekt „Lied ohne Worte“. IMG_6267_Bildgröße ändern

 

Nun kam der POPCHOR der Chorgemeinschaft auf die Bühne. Jugendliche von 11 – 17 Jahren sangen moderne Titel „Stadt“, „Echt“ und „Lieder“. Es war beeindruckend, was der junge Chorleiter Jonathan Ferber (Klavier) und die Choreographin Jannika Weiß mit ihren 10 Sängerinnen und einem Sänger auf die Bühne brachten.

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Gebhard Staib leitete in seiner Moderation gekonnt über zum nächsten Part:

Jetzt kam der gemischte Chor in schwarz/rot auf die Bühne, und interpretierte das Lied von Max Rabe „Für Frauen ist das kein Problem“. Die Choreographin Simone Kopp hatte sich dazu passende witzige Bewegungen für die Sängerinnen einfallen lassen.

Das konnten die Männer natürlich nicht so stehen lassen. Deshalb sang das Männerquartett  den hinreißenden Titel „Männer mag man eben“. Unter der Leitung von Rainer Spitzbarth begeisterten die vier Männer stimmlich und choreographisch. IMG_6431_Bildgröße ändern

Danach begleitete sich Solistin Cordula Funk  selbst am Flügel bei „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen.IMG_6455_Bildgröße ändern

Nun kam eine neue Formation: Ein reiner Frauenchor sprühte vor Witz bei dem Lied „Ich will keine Schokolade“ und himmelten die Chorsänger an. IMG_6474_Bildgröße ändern

Nach dem Titel „Über den Wolken“ von Reinhard Mey tobte das Publikum bei „Skandal im Sperrbezirk“. Die Chorgemeinschaft trug mit viel Schwung „Altes Fieber“ von den Toten Hosen vor, und damit war der offizielle Teil des Programms beendet. IMG_6499_Bildgröße ändern

Alle Gäste hatten für dieses Konzert einen Fragebogen erhalten, auf dem gefragt wurden, wie sie auf die Veranstaltung aufmerksam wurden, um künftig besser planen zu können. Den Teilnehmern winkten Eintrittskarten für das Konzert im Februar 2015. Die jüngste Popchorsängerin Lea Strohmaier spielte Glücksfee und zog drei begeisterte Gewinner.

Maria Funk bedankte sich bei allen Mitwirkenden, Helfern und der Kreissparkasse als Sponsor. Als erste Zugabe sang der Chor als Ausblick auf das nächste Konzert „Don’t Stop Thinking About Tomorrow“ (Höre nicht auf, über Morgen nachzudenken).  Und als das Publikum immer noch  nicht zufrieden war, gab’s nochmals „Skandal im Sperrbezirk“ zum Mitsingen.

Viele Zuschauer und die zufriedenen Chormitglieder samt Dirigent feierten bis in den frühen Morgen.

 

Nach dem Konzert ist vor dem Konzert: Am Mittwoch, 03.04., 20 Uhr, geht es weiter mit neuer Chorliteratur. Soprane und Männerstimmen sind gesucht – herzliche Einladung zur unverbindlichen Schnupperchorprobe. Mehr unter www.chorgemeinschaft-moessingen.de

Kommentar von Chorleiterin Astrid Beuth aus Herrenberg, Voices Ltd.

Liebe Klara,
das war ein tolles Konzert und mit dem Dirigenten habt ihr einen guten Griff getan.  Der Chor war sehr lebendig und authentisch und der Klang bei einem Laienchor sehr beachtlich (wohl einer seiner Schwerpunkte).
Ganz bezaubernd waren die beiden jungen Solistinnen. Besonders toll fand ich die Entwicklung des Mädchens aus dem Jugendchor.
Ein echtes Highlight war das Männerquartett. Das Stück kenne ich, mein junger Männerchor wird es im Jahreskonzert am 3.5. in Herrenberg singen. Einfach klasse und soooo unterhaltsam!
Insgesamt: sehr gelungen, sehr kurzweilig, sehr musikalisch und in der angebotenen Spannbreite abwechslungsreich und spannend.
Ganz liebe Grüße.
Astrid

 

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Schwäbisches Tagblatt 21.11.2011

Manchmal auch leise

Chorgemeinschaft feiert sieben Vierteljahrhunderte

„175 Jahre … und kein bisschen leise“ hatten die fast 50 Sängerinnen und Sänger der Mössinger Chorgemeinschaft auf dem Programm, doch was wäre die Musik ohne Pianissimo!

Alfred Gloger

Mössingen. So hörte die volle Quenstedt-Aula am Samstagabend, wie stilvoll der fünfzehnköpfige Männerchor mit einem Satz von Friedrich Silcher in retrospektiver Melancholie das Meer die Sonne auslöschen ließ. Silcher hatte nur sieben Jahre vor den Mössingern seine Akademische Liedertafel im Jahr 1829 in Tübingen ins Leben gerufen, zehn Jahre danach komponierte Mendelssohn die „Sechs Lieder im Freien zu singen op.48“, aus denen der Gemischte Chor das fünfte mit dem Titel „Morgengebet“ vortrug, dem Eichendorff-Text folgend die expressive Dynamik vom frohen Pilger zum tiefen Schweigen mit exakter Sprache auslotete.

Maria Funk stellte in instruktiver Conference diese Zeit mit adäquatem Kostüm und Requisiten vor, leitete in jeweils passender Kleidung zu wechselnden Epochen und Besetzungen über. Landrat Joachim Walter hatte das Programm aufmerksam gelesen und seine launige Laudatio des Chorgeburtstags fein darauf abgestimmt. Oberbürgermeister Michael Bulander, mit Gemahlin erschienen, konnte zu den schon gespendeten Noten einen Umschlag mit „nicht nur Hartgeld“ überreichen. Er stellte die Leistung des Vereins heraus, bei Respektierung der Wurzeln mit dem Beschreiten neuer Wege das kulturelle Leben der Großen Kreisstadt zu bereichern.

Erst 1924 ließen sie Sängerinnen zu

Hans Rommel hat in der Festschrift die Geschichte der drei gesellschaftlich getrennten Männerchöre, die 1924 erstmals Sängerinnen zuließen und sich 1939 zur Chorgemeinschaft zusammenschlossen, übersichtlich aufbereitet. Eine kleine Ausstellung im Foyer des Quenstedt-Gymnasiums zeigte neben großen Fahnen auch (deutlich kleiner) das aktuelle Glanzstück, die soeben verliehene Conradin-Kreutzer-Tafel.

Deshalb durfte sein „Schon die Abendglocken klangen“ aus der Oper „Das Nachtlager von Granada“ nicht fehlen, dazu schlug der Gemischte Chor mit „Oh nuit“ von Jean-Philippe Rameau in lupenreinem Partnerschafts-Französisch die Brücke zurück ins Hochbarock. „Muss i denn zum Städtele hinaus“ wanderte vom Volkslied zum Rhythmisch-Jazzigen, klanglicher Höhepunkt waren die ebenfalls mit großem Applaus bedachten Popsongs von Bee Gees, Ray Charles, Elton John und Mamas & Papas. Deren „California Dreaming“ hatte Peter Winniger der Chorgemeinschaft ganz famos auf den Leib arrangiert.

Klara Dittrich-Rommel, der Ersten Vorsitzenden und ihrem unermüdlichen Engagement ist zu danken, dass der Verein sich so vorteilhaft weiter entwickelt, gemeinsam mit dem natürlich auftretenden, dabei kreativ professionellen Chorleiter Christoph Zolg findet sie ansprechend neue Wege.

So durften einige junge Damen solistisch hervortreten: die Töchter Hanna und Tamara Zolg mit super synchron hingetupften Staccato-Achteln (Schlafe mein Prinzchen), Eva Hübner und Marlene Terton sensibel aufeinander hörend mit dem Heideröslein in der Wernerschen Fassung sowie Ann-Kathrin Bocks klare Koloraturen in Mozarts Zauberflöten-Rachearie.

Pianist Alexander Martirosian hatte das Stück geschickt tiefer arrangiert, begleitete alle aufs Feinste, umging durch besonders zarten Anschlag das Mitschnarren der kleinen Trommel. Ansonsten assistierte die Maja-Band mit gewohnter Souveränität.

Sofia und Rafael Winniger haben nicht nur den sauber zweistimmig und die neuesten Chartbreaker stupend auswendig singenden Popchor weiter verfeinert, sie treten auch mit anspruchsvollen Soli hervor: Sofia als Figaro-Cherubino im Rokoko-Rock, Rafael zusammen mit Vater Peter (Gitarre und tolles Tenorsaxofon, freilich sukzessiv) und einer Adaption des WiseGuys-Songs „Paris“, zweimal laute Bravos.

Echt empfehlenswert wegen großem Spaßfaktor die Steinlachkids: egal ob triumphal vertriebene Vogelscheuche (juchu!), verhalten betrauerter toter Vogel oder Diskoelefant bricht sich hier die Begeisterung schon bei Fünfjährigen Bahn, gerade noch kanalisiert von Chorleiter Christoph Zolg. Nach passend historischen Pausenhäppchen, tollen Kostümen und Choreografien die eifrig herbeigejubelten Zugaben: Zolg brillierte mit Werbesprüchen für die Chorgemeinschaft, neu getextet auf Queens „We will rock you“ – kein bisschen leise.

Tagblatt_Bericht SKIM

Pressebericht Konzert 230313 bebildert

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